Review in Metalglory  
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Schon im letzten November haben mich ANGTORIA mit ihrer Promo CD positiv überrascht. In Anbetracht der Qualität des seinerzeit Gebotenen ist ihnen folgerichtig ein Plattendeal von Listenable Records ins Haus geflattert. Somit verbleibt nur noch die Frage zu klären, ob die neuen Songs mit den bereits bekannten Titeln mithalten können. Die Antwort darauf zu geben fällt mir sehr leicht: sie können nicht nur mithalten, sie sind sogar noch einen Tick besser. Nach einem sinfonisch anmutenden Intro können die Schweden mit dem super eingängigen "I'm Calling", dessen Sahne-Refrain voll ins Mark trifft, bei mir gleich fett punkten. Wunderbar!

Neben gleichberechtigt agierenden Gitarren und Keyboards werden die Songs zu einem nicht unwesentlichen Teil von Sarah's sonorer Stimme bestimmt, was besonders bei getrageneren Songs wie dem Titeltrack oder "Original Sin" kontrastreich zur Geltung kommt, weil sich hier ein männlicher Gastsänger hinzu gesellt. Einen gelungenen Ausflug in Uptempo-Gefilde mit treibendem Drumming und knackigen Riffs stellen "Do You See Me Now" und "Hell Hath No Fury Like A Woman Scorned" dar. Gerade letztgenannter Song ist ein weiterer Anspieltip, bei dem die bombastischen Keyboard-Teppiche exakt diesseits des Schmalz-Faktors dosiert werden. Desweiteren haben Bridge und Refrain genauso Ohrwurmqualitäten wie "I'm Calling" oder "Six Feet Under's Not Deep Enough". Nach knapp 50 Minuten beendet die wunderschön theatralische Halbballade "That's What The Wise Lady Said" ein Debüt Album, auf dem die hohe Klasse der beteiligten Musiker und das starke Songwriting im Team eine ideale Symbiose eingehen. Die Beschreibung "Epic Orchestral Metal" paßt bei erstklassigem Sound wirklich wie die Faust aufs Auge. Zu dem Titelsong wurde gerade ein Video gedreht. Fotos vom Set findet ihr auf der Bandhomepage.
 
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